Verband sieht das Aus für 3000 Kneipen
Raucherclubs und Raucherräume darf es nach den Plänen der Landesregierung zukünftig nicht mehr geben. Eine Ausnahme gibt es jedoch weiterhin.
Düsseldorf. Das für Mai geplante Rauchverbot in Kneipen trifft in NRW auf massive Proteste von Opposition und Gastronomie. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fürchtet das Aus für 3000 Kneipen. CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann warf der SPD vor, sie sei vor den „grünen Volkserziehern“ in der Koalition eingeknickt. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) zeigte sich zufrieden mit der Neuregelung.
Der Gesundheitsausschuss des Landtags stimmte für den Änderungsantrag, der in der kommenden Woche im Landtag beschlossen werden soll. Danach gilt künftig in Kneipen ein generelles Rauchverbot. Einzige Ausnahme: Der Wirt darf bei angemeldeten Privatfeiern in geschlossener Gesellschaft das Qualmen erlauben.

Ich möchte einmal dafür plädieren, das Rauchen auch im Privatbereich zu verbieten, da Raucher die Volksgesundheit schädigen; dies zu überwachen und ggf. durch selbsternannte Blockwarte zur Anzeige zu bringen, ist in der deutschen Geschichte hinlänglich bewiesen.
Verboten war es vor einigen Jahrzehnten den Sender BBC London zu hören. Wer von Blockwarten, Denunzianten, Wichtigtuern oder persönlichen „Feinden“ angezeigt wurde, war ein Schädling für die politische Volksgesundheit und wurde meistens in ein Konzentrationslager verbracht.
Ging doch! und geht auch immer wieder.
Zum Volksentscheid für das „Nichtraucherschutgesetz“ fällt mir eine kleine Geschicht aus meiner Schülerzeit ein:
Mein Lehrer, der zugleich Bürgermeister war, war zwar ein schlechter Pädagoge aber ein guter Politiker.
Bei den kleinsten Vergehen gab „Tatzen“ – zwei bis sechs.
Über die Anzahl ließ er die Mitschüler demokratisch abstimmen. Meistens war die Höchststrafe das Ergebnis.Die Wut des Delinquenten richtete sich nicht gegen den Lehrer ( Scharfrichter), sondern auf die Mitschüler.
Der Volksentscheid zum Rauchverbot war unserer Staatsregierung ja eine Steilvorlage, sich von politischer Entscheidung „abzuspatzen“ (ein Schafkopfspieler weiß, was ich meine).
Was von plebiszitären Gesetzen zu halten ist, überlasse ich jedem – von langer Dauer waren solche selten.