„Nichts geht mehr“ Warum Staatliche Spielbanken in Bayern verspielt haben.
Stellungnahme des VEBWK e.V. Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur:
Die bayerische Lotterieverwaltung und deren Leiter Erwin Horak sind auch zuständig für alle bayerischen Spielbanken. Und genau diesen geht es gar nicht gut. Horak musste nun den neuen Finanzminister Markus Söder um finanzielle Hilfe bitten. Acht Millionen Euro Defizitausgleich aus Steuergeldern wurden ihm gewährt. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen.
Als Hauptgrund führt der Sprecher des Rechnungshofes, Ernst Berchthold, Strukturveränderungen im Bereich des Glücksspiels an. Erwin Horak macht den weiter ungebremste Boom der privaten Spielhallen, die 23 Stunden am Tag geöffnet hätten mitverantwortlich. Relativ kleinlaut musste er aber auch das Rauchverbot in Bayern erwähnen, denn dieses habe viele Spieler in Casinos nach Österreich und Tschechien abwandern lassen. Warum so dezent? Es ist doch offensichtlich, dass eben genau dieses Rauchverbot hauptverantwortlich für die Umsatzmisere ist. Private Spielbanken und Internetangebote gab es bereits lange vorher. Doch seit 1. August 2010, dem Beginn des absoluten Rauchverbots in Bayern, rutschen die Umsatzzahlen der Spielbanken deutlich sichtbar in den Keller. Speziell die Häuser in grenznahen Gebieten, wie zum Beispiel Garmisch Partenkirchen, Bad Steben, Bad Kötzting oder auch Bad Wiessee müssen tatenlos zusehen, wie sich die Spielerkarawane ins benachbarter Ausland absetzt. Da werden Busreisen angeboten inklusive Fahrt, Drinks, Snacks ,Eintritt und Raucherlaubnis zum Spottpreis. Die Nachbarn freut es, wie bereits der damalige Direktor des Casino Salzburg, Kurt Pipal, in 2010 mitteilte: „Weltweit sinken die Erträge der Kasinos, nur zwei konnten zulegen: die Spielbanken in Salzburg und Bregenz. Der Brutto-Spielertrag in Salzburg stieg um knapp 14 Prozent auf 13,1 Millionen Euro, in Bregenz sieht es ähnlich aus. Raucher aus Deutschland haben uns das Umsatzplus beschert. Auch Bregenz dürfte vom bayerischen Rauchverbot profitiert haben.“
Des einen Freud, des anderen Leid also. Das kommt dabei heraus, wenn man Gesetze ohne jede Ausnahme beschließt. Dabei wäre es einfach, einen sehr guten Nichtraucherschutz zu gewährleisten und auch den Rauchern ihre Refugien zu gestatten. Darüber nachzudenken und gegebenenfalls gesetzliche Nachbesserungen zu planen, könnten weitere Defizitausgleiche mit Steuergeldern in Bayern verhindern. Und das wäre ein Schritt in Richtung Konsolidierung des Haushalts, wie ihn Ministerpräsident Horst Seehofer jüngst in Kreuth und demnächst in seiner Regierungserklärung anmahnt.
Pressekontakt:
VEBWK e.V. Pressesprecher
Bodo Meinsen
Tel. 089 – 90 52 90 72
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Politiker haben ein grundsätzliches Problem damit, Fehler einzugestehen. Lieber suchen diese Egomanen einen anderen „Sündenbock“ für ihr Fehlverhalten.
Die Menschen, welche in den Spielhöllen zocken, sind nicht die gleichen, welche mit Anzug und Krawatte in’s Spielkasino fahren.
Das sollten auch die Politiker wissen. Wenn sie den Zockern ihre Spielhallen nehmen, fahren diese trotzdem nicht in’s Kasino.
Von Nordbayern aus fährt man in 1 Stunde nach Bad Homburg oder Wiesbaden. Möglichkeiten gibt es immer.
Das TOTALE Rauchverbot ist nicht in Ordnung und bevor wir nochmal CSU wählen, fällt uns eher die Hand ab!
Im Münchner Merkur vom 27.01.2012 ist zu lesen, dass unsere Politiker doch einen genialen Einfall haben, wieder die Umsätze in den Spielbanken anzukurbeln. Es ist ganz einfach: Man braucht nur die Zugangsbeschränkung zu ändern und das Mindestalter auf 18 Jahre herabzusetzen. Genial!
Das zeigt, wie einfallsreich unsere Politiker sind, wenn es darum geht, sinkende Steuereinnahmen zu kompensieren. Man lockere einfach den Jugendschutz und schon erweitert sich der Kreis der Steuerzahler.
Ich habe da gleich noch einen genialen Vorschlag: Man kann doch auch die sinkenden Umsätze in der Gastronomie durch das Rauchverbot dadurch wieder ausgleichen, indem man dort das Mindestalter herabsetzt und den Konsum von Alkohol z.B. ab 13 Jahren freigibt! Ist doch alles gar nicht so schwer, man muß nur etwas nachdenken.
Wie heisst das Plugin an der Seite ? Das brauche ich!
Also jetzt wieder auf die CSU zu schimpfen finde ich nicht richtig. Es gab einen Volksentscheid und dass Volk hat entschieden! Auch wenn wir Raucher unglücklich über den ausgang sind, muss dann aber auch die Frage erlaupt sein:
Ja wo waren denn die Raucher am Tage der Abstimmung ???
Also Mark..ich glaube wenn die Wahl zu unsern gunsten
ausgefallen wäre..dann hätten wir auch keine ruhe von den….
Steuerhinterziehern…
Und ..Elke..meine Hand kannst dann auch haben!!!
Die Wahl ist aber nicht zu unseren Gunsten ausgefallen und ehrlichgesagt kann ich diese jammrerei nicht mehr nachvollziehen. Es gibt super alternativen wie die E-Zigarette, meine Frau und ich sind richtige Fans geworden und es besteht auch (noch) kein Verbot in Lokalen. Mann muss sich eben umstellen können im Leben! Die Welt ist stetig im Wandel…
Gruss Mark
Mit der Aussage der Abstimmung stimme ich Mark voll zu. Dass die E-Zigarette, von der ich auch begeistert bin, überall erlaubt ist, kann ich leider nicht bestätigen. Eigentlich bin ich seit Einführung des Rauchverbotes ein konsequenter Verweigerer sämtlicher bayerischer Lokale. Im Dezember 2011 habe ich aber mal einen Versuch gestartet, und prompt wurde mir der Genuß der E-Zigarette in einem Freisinger Lokal verboten. Ich habe mein Bier ausgetrunken und bin gegangen. Weitere Versuche werde ich mir nicht mehr antun. Die Stimmung in dem Lokal war sowieso wie in einer Totenhalle – nicht vergleichbar mit der Atmosphäre vor dem Rauchverbot. Das brauche ich wirklich nicht. Ich ziehe mich lieber an meine gemütliche Hausbar zurück, wo ich machen kann, was ich will. Ganz nebenbei spart man so auch noch eine Menge Geld!
Wer hat lust heuer aktiv an einem Revival der Demos gegend den Nichtraucherschutz teilzunehmen? Wir sind hier in Nürnberg gerade dabei etwas auf die Beine zu stellen.
Wär schöm wenn sich ein paar gleichgesinnte Raucher melden würden, bzw. kommt der VEBWK mit ins Boot?